Die Abenteuer von Isabelle und Margo Folge 1-5 – Story Reports von Wolf aka Lupus Libertinus

Wolfgang, der Leiter TopTables in Köln schreibt extrem spannende Storyreports zu seinen Nomaden, diese möchten wir euch nicht vorenthalten!

 

Viel Spaß bei den Abenteuern von Isabelle und Margo.

 

Die Abenteuer von Isabelle und Margo

 

  1. Der Auftakt

Frustriert erhob sich Margo, Lieutenant der Einsatzgruppe “Forceful-Freedom” nach dem Gefecht, als der Abschuss-Tag von seinem Trainingsharnisch gelöscht wurde. Seinen Spezialisten fehlte es das ganze Gefecht über an Manpower. Er würde noch ein paar personelle Veränderungen vornehmen müssen bevor… die integrierte Comeinheit seines Helms unterbrach seine Gedanken: “Margo! C1 hier. Reaktionseinheit bereit machen! Sektor Intel hat eine feindliche Mission der ISS gegen einen unserer Außenposten aufgedeckt. Die Daten werden gerade übertragen. Abreise in T-30 Std. C1 ende!” ‘Nun gut’ dachte Margo sich. Dann würden die Änderungen ihre Feuerprobe unter Feindkontakt erfahren…

 

  1. Das Experiment!

Margo konnte die Demütigung kaum fassen: die ISS hatte mit seinem Trupp Katz und Maus gespielt. Die Verluste waren hoch und das Kommunikationssystem des Außenpostens lag in Schutt und Asche. Doch damit nicht genug: kaum zurück wurde im vom Einsatz eine blutjunge Absolventin als “Beobachterin” vorgesetzt. Sein Rang würde für die Zeit ausgesetzt. Die beschwichtigenden Worte, dass es “nur vorübergehend” sei klangen hohl und leer nach, als die emotionslose Stimme des Operators verstummt war. Eine weitere Trainingseinheit wurde angesetzt. Die Einsatzpapiere waren kryptisch und unvollständig verfasst. Offiziell sollte es um das Trainieren des effizienten Einsatzes von Kommunikationsrelais für Hacker gehen, doch irgendetwas an der Aufstellung des Einsatzteams stimmte nicht. ‘Warum einen speziellen Fernspäher, dessen Spezifikationen verschwiegen wurden’ dachte Margo sich nur. Auf dem Trainingsgelände angekommen bereiteten sich die Soldaten auf die Gegner vor. Der Startschuss wurde erteilt und Margo wollte sich gerade in das Netzwerk einlinken als hektische Funksprüche des Feindes eintrafen. “Haben Feindkontakt!”… “Getarnte Infiltratoren! Wir stehen unter…” “Lieutenant down, neue Befehlsstruktur dringend…” Was war da los? Die Übung war noch keine zwei Minuten alt und schon brach Chaos aus. Margo beschleunigte den Uplink und hackte das Kommunikationsnetz. Ein gegnerischer Krisa Borac hatte wohl das Kommando übernommen. Mit viel Anstrengung gelang es Margo, das Frequenzband des modernen Kampfanzuges zu isolieren und erneut für Unruhe in den gegnerischen Reihen zu sorgen. Wer immer der mysteriöse Infiltrator war, er wurde zwischenzeitlich neutralisiert. Das Chaos musste unbedingt aufrecht erhalten werden. Nur vereinzelt wurden Schüsse auf die eigenen Einheiten gemeldet. Keine 20 Minuten später war der Großteil des Netzwerkes gesichert und die angreifenden Truppen ausgeschaltet. Selbst die gegnerischen Luftlander hatten in der Verwirrung keinen Ordentlichen Absprung geschafft und waren zu spät am Einsatzort eingetroffen. Beim Sammeln tauchte dann der Grund für die Verwirrung auf: ein groß gewachsener schlacksiger Mann in leichter Rüstung kehrte zum Sammelpunkt zurück. Seine Hände und Füße waren stark modifiziert und glichen denen eines großen Schimpansen. Wortlos nickte er dem jungen Lieutenant zu und verschwand, ohne an der Nachbesprechung teil zu nehmen. ‘Interessant’ dachte Margo sich…

 

Später am Abend hackte Margo sich in die eigene Einsatzdatenbank und las den Bericht, den seine “temporäre” Vertretung verfasst hatte. OJ3, so wohl der Name des großen Mannes hatte den Test erfolgreich bestanden. Mehr stand da nicht. Die restliche Übung wurde nicht einmal erwähnt. Über die Zugriffskontrolle fand Margo letztlich die Hauptinteressenten, welche den Bericht gelesen hatten. Es waren alles Wissenschaftler von Bakunin. Er würde die Sache weiter verfolgen…

 

  1. Final Preparations:

Margo wischte sich den Schweiß aus dem Gesicht. Seit dem letzten Infiltrationsversuchen diverser feindlicher Fraktionen wurden extra Trainingseinheiten für das Aufspüren und Vernichten von gegnerischen Agenten angesetzt. Sein gegnerisches Team hatte auf dem Trainingsgelände Stellung bezogen und die, als Zivilisten getarnten Personen waren ebenfalls auf ihre Positionen gegangen. Jetzt lag es an ihm, sein junges Kommando sicher durch die Schlacht zu führen. Wieder einmal hatte das High-Command ihm kurz vor dem Feindkontakt die ominöse Einheit namens OJ3 aufs Auge gedrückt. Der junge Lieutenant war jedoch nur Teil seines Teams und wurde ihm nicht vorgesetzt. ‘Mal sehen, was das gibt!’ Dachte Margo sich. Der erste Beschuss ging wie erwartet auf die Feuerunterstützung. Seine Drohne und 2 Einheiten meldeten Treffer, während die chemisch aufgeputschten Morlocks unkontrolliert auf die Feinde zu rannten. Margo gab den Befehl an seine Supporter und der Intruder reagierte gezielt auf die herannahenden Gegner. Seine Hacker schalteten den einzigartigen Bot von Zoe aus, demaskierten das erste Ziel und beseitigten es. Soweit so gut. Die gegnerische, linke Flanke war stark unter Druck und die Kampfdrogen des Morlocks machten den Soldaten zu einer flinken Bedrohung. Es lief alles wie am Schnürchen und schon bald wurden sowohl der feindliche Arzt, als auch die HI des Gegners down gemeldet bevor der Morlock unter dem panischen Beschuss des Feindes einknickte. Zu spät realisierte Margo, dass seine rechte Flanke ein paar kritische Verluste hingenommen hatte und der Intruder des gegnerischen Teams unter dem Schutz des Rauches vorgezogen Stellung bezogen hatte. Ein paar Granaten später war sein identifiziertes Hauptschutzziel ausgeschaltet. Fluchend schickte Margo die eigene HI ins Feld um den Störer auszuschalten bevor er selbst nach kurzem Spurt die beiden letzten Ziele identifizierte und den Befehl zur Auslöschung des Hauptziels gab. Die Missionszeit rann davon und mit dem Schlusssignal gab der Hightech Koloss noch einen Schuss ab, welcher jedoch als nicht nennenswerter Streifschuss gewertet wurde. Trotz der numerischen Überlegenheit kein Erfolg und die Mission wurde als Unentschieden gewertet. Da er sein Gegenüber kannte und um die Erfahrenheit wusste verbuchte Margo den Einsatz als zufriedenstellend. Beim Sammeln waren OJ3 und seine Begleitung verschwunden, doch Margo wusste, wie er sie finden würde. 2 Stunden später hatte er sich wieder in die Datenbank der Einsatzleitung eingehackt, welche er nach dem letzten Einsatz aufgetan hatte. Ein knapper Bericht war unter dem Datum des heutigen Tages angelegt: “OJ3 hat den vorgezogenen Einsatz unter erhöhten Stressbedingungen nicht erfolgreich ausgeführt! Weitere Stress-Tests erforderlich! An Lt. Margo: OJ3 wird Ihrem Team weiter zugewiesen bleiben! Bitte beim Real-Einsatz berücksichtigen.” Was zur Hölle?!? Woher wusste die ominöse Frau, dass er den Bericht gelesen hatte? Er würde der Sache nachgehen, aber zunächst würde er erst einmal nach Plan verfahren…

 

  1. Margo’s Dilemma

 

“… wir haben den Informanten verloren!” Die Worte kamen krächzend über den Funk. Aufgrund der hohen Abstrahlung der ganzen Funkantennen war die Kommunikation stark eingeschränkt. Margo hatte ab und an Probleme die verschiedenen Einheiten entsprechend anzuweisen. Ständig unterbrach die Strahlung seinen Holoscreen und erschwerte die Koordination seiner Kämpfer. Wenn der Feind das gleiche Problem haben sollte, so ließ er sich nichts anmerken und trotz der guten Vorarbeit von OJ3 hatten es die gepanzerten Einheiten geschafft über die rechte Flanke durchzudringen und den Datenlieferanten auszuschalten. Viel schlimmer noch: Der Datentracker des Gegners hatte die Informationen geborgen und damit monatelange Arbeit zur Nichte gemacht. Die Männer und Frauen von Yu Jing hatten dies mit viel Blut bezahlt, aber den Nomaden die Mission vereitelt. Entschlossenheit! Das war es, was Margo’s Einsatztruppe gefehlt hatte. Er würde Änderungen vornehmen müssen, wenn es in nicht mal 48 Std ins Kampfgebiet ginge. Am Sammelpunkt traf er auf die mysteriöse Frau, die er seit OJ3s Zwangsrekrutierung mit im Team hatte. “EINEN MOMENT!” Rief er ihr hinterher, als sie mit dem geborgenen Körper von OJ am Transporter stand. “Ja?” Die liebliche Stimme entwaffnete Ihn und bremste seinen energischen Ansturm. “Ich weiß, dass Sie mich erwischt haben Lt. …” “Isabelle!” Unterbrach sie Ihn. “Einfach nur Isabelle.” “Sie tragen die Uniform eines Alguacil, ohne Rangabzeichen und dennoch beaufsichtigen Sie ein Projekt, dass sogar vor meiner Freigabestufe geheim gehalten wird!” Es klang fast wie Bewunderung obwohl Margo es lieber als Vorwurf formuliert hätte. “Alles zu seiner Zeit Mar… Lieutenant” erwiderte Sie lächelnd und stieg in den Transporter. “Wie geht es OJ?” Rief er Ihr hinterher, während die Triebwerke hochfuhren. “Er wird es überleben!” Sagte sie mit einem Lächeln. “Wir sehen uns bald wieder!”

Margo starrte dem ATAV noch lange hinterher, während es sich immer weiter am Horizont entfernte.

 

  1. Isabelle’s Feuerprobe (18 Monate zuvor)

Lt. Isabelle Verudian! Lt.!!! Das nagelneue Rangabzeichen prangerte auf dem Oberarm der getragenen aber gepflegt wirkenden Uniform. Isabelle hatte es geschafft. Trotz Ihres Status als Voidborn wurde Sie in den Dienst der Moderatoren übernommen. Zu Schade, dass Sie diese Freude nicht mehr mit Ihrer Familie würde teilen können. Ihre Eltern waren religiöse Flüchtlinge und hatten deswegen um Aufnahme in die Gemeinschaft Bakunins gebeten. Doch die Wartezeit war lang und die Voraussetzungen alles Andere als günstig. Der Glaube machte sie stark doch am Ende reichte es leider nicht…

 

“Lieutenant!” Isabelle schreckte aus ihren Erinnerungen hoch. “Sir?”

Das Zimmer war klein und spartanisch eingerichtet. Der Commander legte keinen Wert auf Luxus.

“Ihr erster Einsatz wartet auf Sie! 0800 werden Sie ins Kampfgebiet versetzt. Ein Angriff der Combined Army auf eine kleine Kolonie. Machen Sie sich mit ihrem neuen Team vertraut. Viel Glück Lieutenant!”

 

Die Combined Army war die wohl schlimmste Bedrohung seit Anbeginn der Geschichte des Menschen. Ihre neumodischen Waffen und Technologien waren denen der Menschen überlegen und: sie glänzten durch absolute Entschlossenheit und Gnadenlosigkeit.

Der Gedanke daran, gegen diese Bedrohung angehen zu müssen schnürte Isabelle die Kehle zu. Sie hatte noch keine Realerfahrung als Führungskraft und wenig Kampfeinsätze bisher absolviert. Ein kleiner Griff in Ihre Brusttasche brachte ein altmodisches, verblasstes Bild zum Vorschein auf den Sie mit Ihren Geschwistern und Eltern zu sehen war. Es war das letzte heilige Weihnachtsfest, dass sie zusammen gefeiert hatten: nicht mal einen Monat später traf eine abgelenkte Rakete den Wohnblock und begrub alle bis auf Isabelle und ihre Schwester Manuah unter den Trümmern.

‘Zum Wohl und Schutz der Menschheit’ dachte Isabelle und verstaute das Foto wieder.

 

Fortuna glich eher einem bewohnten Bergwerks-Asteroiden als einer Kolonie. Die zerklüftete und stark verdichtete Oberfläche bot den Siedlern ausreichend Schutz vor der hohen Strahlung der hiesigen Sonne. Außer wertvollen Erzbrocken gab es nichts Nennenswertes auf Fortuna. Warum gerade hier dachte Isabelle sich. Dieser Planet besaß Nichts, was die Aliens als besitzenswert erachteten.

Das Shuttle dockte an einem der intakten Landestege an. Isabelle checkte ein letztes Mal ihre Ausrüstung und öffnete dann den Comkanal zu ihrem Team: “Ladies und Gentlemen, willkommen auf Fortuna! Ihr kennt die Befehle: wir treffen uns am Rendevouz-Punkt drei mit Isaak-Command. Dort bekommen wir unsere weiteren Einsatzbefehle. Fragen?… Gut, dann los!” Ein wärmender, bestätigender Blick von Conrad, dem Veteranen ihres Kommandos verriet Ihr, dass sie ihre Nervosität anscheinend gut im Griff hatte.

Fortuna hatte entgegen seines Namens wenig Glück gehabt. Der Asteroid war Opfer eines schweren Angriffs geworden. Die meisten Wohnblöcke lagen in Schutt und Asche. Es gab keine Überlebenden im Gegenteil: mit jeder Minute stieg der Eindruck, dass die CA den Asteroiden nicht erobern, sondern vernichten wollte. Das Level, Mensch und Maschine gleichermaßen korrumpierender Strahlung stieg rapide, je mehr sich Isabelle Trupp ins Innere vor bewegte. Derart schmutzige und Allesvernichtende Waffen wurden nur dann vom Feind eingesetzt, wenn das Ziel komplett ausgelöscht werden sollte.

“Team Roh13! Beeilung! Die Strahlung erreicht toxische Werte. Wir…” “Ma’am! Feindkontakt!!!” die Stimme von Malak, einem der Zero-Scouts unterbrach Sie. “Onyx-Level Truppe?” “Nein Ma’am! Steel-Phalanx. Schwerer Sturmzug! Erbitte Anweisung!!!”

Isabelle verlor jegliche Farbe aus dem Gesicht. Steel-Phalanx?!? Das machte keinen Sinn. Auch wenn diese gezüchteten Super-Krieger die Antwort der Menschen beherrschenden KI Aleph extra zur Jagt der Combined Army Truppen entwickelt worden waren: warum hier? Auf diesem unbedeutenden Haufen Stein und Geröll??? Isabelle hatte keine Zeit, den Gedanken weiter zu verfolgen. Die Strahlung trieb ihre Truppe direkt in die Arme des Feindes welcher nur darauf wartete, sich auf Sie stürzen zu können.

Malak meldete sich erneut: “Ma’am! Freundliche Einheiten voraus! Ein Dac (das Nomaden Synonym für Doc) ein paar wilde Schwestern und 2 unidentifizierte Tarneinheiten mit Nomaden-Kennung.“ „Sofort Kontakt herstellen!” befahl Isa. “Kanal steht Ma’am!” “An alle Einheiten der Isaak Verteidigungstruppen, hier ist…Lt. Verudian!” Ich übernehme das Kommando! Halten Sie Stellung bis wir zu Ihnen aufgeschlossen haben!”

“Aye Mädchen!” ertönte eine tiefe Frauenstimme “Gut noch ein paar fähige Möpse mehr auf unserer Seite zu wissen!” Isabelle verzog das Gesicht. Riot Girls! Nun gut.

Sie passierten den Punkt der befreundeten Einheiten auf der linken Flanke. Eine Frau, deren ca. 2 Meter langer Haarzopf ein unnatürliches Eigenleben zu haben schien löste sich aus der Gruppe und näherte sich den Moderatoren. “Guten Tag Lieutenant! Mein Name ist Avicenna. Der Feind ist…” “Welchen Rang bekleiden Sie? Sie tragen keine Uniform!” unterbrach Isabelle die Frau. “Es heißt nur Doktor Avicenna und sie können froh sein, dass ich da bin! Nehmen sie das! Es wird die Strahlenschäden etwas verzögern.” Isabelle und ihre Leute hatten kaum die Pillen geschluckt, als Motorengeräusche zu hören waren. Eine Frau auf einem Motorrad kam auf die Gruppe zugeschossen. Maverik viel direkt in der ersten Salve, obwohl er die Person ebenfalls mehrfach getroffen haben musste. Die ultra-moderne Beschichtung der gegnerischen Panzerung ließ die Konturen nahezu vollständig mit dem Hintergrund verschmelzen. Über die linke Flanke näherten sich gepanzerte Infanteristen. Conrad und Maeve wurden in einer Wolke aus Schrapnell zerfetzt während die Gruppe noch versuchte, hinter einem Container in Deckung zu gehen. “Aye Mädchen! Haben Feindkontakt. Scharfschützen, Raketenwerfer und ein Koloss mit einem großen Hammer! Greifen an!” … Noch bevor Isabelle begriffen hatte, was um sie herum geschah eröffneten die Riot Grrls und ihre Helferdrohnen das Feuer. Der Dac hatte inzwischen den Scharfschützen verarztet, doch es war schon zu spät. Die Strahlung hatte sich durch das Loch in seinem Anzug gefressen. Den Zero-Scout-Einheiten erging es nicht besser. Ihre Anzüge konnten keine Strahlung abfangen. Ein leichtes Schimmern im Augenwinkel erregte Isabelle’s Aufmerksamkeit. Eine Camo-Einheit ähnlich der Zeros enttarnte sich neben Ihr und dem Doc und feuerte auf die herannahende Motorrad-Fahrerin. Das Bike crashte und begrub den Feind unter sich. Dennoch: drei Tote in so kurzer Zeit war alles Andere als ein guter Auftakt. Der Soldat hatte sich inzwischen wieder getarnt und in Bewegung gesetzt. Die feindlichen Einheiten, Myrmidonen laut Zielerfassung, mussten auf der anderen Seite der Container Stellung bezogen haben. Gegen derartige Elite-Einheiten würden die beiden Moderatoren und die Ärztin nicht viel ausrichten können. Ein Raketen Einschlag und das Geschrei über Funk verriet, dass auch die Ladies auf harte Gegenwehr stießen. Der Getarnte hatte Position an der Straßensperre bezogen. Plötzlich schnellte sein Körper in die Luft als er aus dem Stand einen 15 Meter weiten Sprung absolvierte. Während er in der Luft ließ er seine Tarnung fallen und richtete seine Schrotflinte aus. Dieses törichte Manöver bedeutete sein Ende, als alle umliegenden Einheiten das Feuer auf ihn eröffneten doch es schien genau dass zu sein, was er bezwecken wollte. Ein letzter Schuss aus seiner Waffe zerlegte Alle bis auf einen Myrmidonen aus dem gegnerischen Trupp. Isabelle nutzte die Ablenkung, schlich an den Containerrand und erledigte den verbleibenden Feind. Dann wurde es schlagartig still. Der junge Lieutenant sackte in sich zusammen, als die Anspannung nachließ. Tränen rollten ihr über das Gesicht. Ihr ganzes Kommando war tot. Der Dac kümmerte sich um den Körper des mysteriösen Springers und versuchte sein Bestes bei den gefallenen Soldaten. Ein leises stöhnen einer der Myrmidonen erweckte ihre Aufmerksamkeit. Sie ging zu der Gefallenen Soldatin und ergriff Ihre Hand. Auch wenn sie kurz zuvor noch Feinde gewesen waren wollte Isabelle dem Feind den Respekt zollen, den sie verdient hatte. “Du hast es gleich geschafft. Dein chip kann dann transferiert werden.” unter erhöhten Anstrengung en lächelte die Myrmidonin sie an: “Wie wenig Sie doch von uns wissen Lieutenant! Ich werde endgültig sterben. So ist es immer gewesen und soll es immer sein. Wir mögen keine Menschen in ihren Augen sein, aber die Tatsache meines finalen Todes und die damit verbundene Angst macht uns menschlicher, als Sie es jemals sein Werden!” Blut hustend zog die Myrmidonen sich an Isabelles Ohr heran und flüsterte: “Lassen sie nicht zu, dass Sie dieses erschaffene Monster auf die Menschheit loslassen, Bitte!” dann lockerte sich der Griff und die Myrmidone sackte tot in sich zusammen. Es würde lange dauern, bis Isabelle die Bedeutung dieser letzten Worte begreifen würde…

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